Berichte Coming Home

Berichte über`s Coming Home

GASTROTIPP

 

Klassiker aus Omas Küche

 

Das Coming Home war bekannt für sein Frühstück.

An neuer Adresse kann man hier in gemütlichem Ambiente zu Abend essen. 

 

Von Louisa Knobloch09. November 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ludwig Messerle (rechts) und Jo Sander servieren ein Schweineschnitzel mit Bratkartoffeln und Preiselbeeren sowie einen großen Beilagensalat. Foto: Tino Lex

 

REGENSBURG.Vielen Regensburgern ist das Coming Home noch als gute Adresse für ein ausgiebiges Sonntagsfrühstück bekannt. Doch nach fünf Jahren schlossen die Inhaber Jo Sander und Ludwig Messerle im Sommer ihr Café in Stadtamhof, um sich den langgehegten Traum vom eigenen Restaurant zu erfüllen. Seit Herbst bewirten die beiden ihre Gäste nun im ehemaligen Steirer Eck in der Regensburger Innenstadt. Frühstücken kann man im neuen Coming Home nicht mehr, dafür gut zu Abend essen. Neben alten Stammgästen hat das Restaurant bereits neue Fans gefunden – vor allem am Wochenende sollte man daher reservieren.

 

Blümchenkissen und bayerisch-mediterrane Küche

 

Wir besuchen das Coming Home an einem herbstlich-verregneten Samstagabend. Innen ist es gemütlich: An den in einem warmen Gelbton gestrichenen Wänden hängen alte Bilder und Fotos. Die Gäste nehmen entweder auf einer durchlaufenden Eckbank oder dunklen Holzstühlen Platz, auf denen verspielte Blümchenkissen liegen.

 

Die Küche beschreibt Inhaber Ludwig Messerle als „bayerisch-mediterran“. Die Auswahl reicht von Omas Klassikern wie den Fingernudeln oder Apfelmaultaschen von der aktuellen Wochenkarte bis zu Spaghetti mit Garnelen. Als Vorspeise bestellen wir knusprige Bruschetta und gebratene Auberginen-Röllchen, die mit getrockneten Tomaten, Kräutern und Knoblauch sehr aromatisch gefüllt sind. Ein guter Start!

 

Pluspunkt: Der traditionelle Beilagensalat

 

Beim Hauptgang entscheiden wir uns für zwei Klassiker: Wiener Schnitzel vom Kalb mit Bratkartoffeln und Preiselbeeren sowie Backhendl mit Kartoffelsalat. Meinem Begleiter fällt die Auswahl nicht leicht, denn immer samstags gibt es auch hausgemachten Schweinebraten mit Knödel. Die Portionen sind üppig: Beim Kalbschnitzel liegen drei Stücke Fleisch auf dem Teller. Die Panade ist knusprig und an den Rändern etwas dunkler gebacken. Das Backhendl ist gleichmäßig goldbraun paniert, das Fleisch saftig. Einen Extra-Pluspunkt gibt es für den gemischten Beilagensalat, der genau so ist und schmeckt, wie es in einem bayerischen Wirtshaus sein sollte.

 

Eigentlich sind wir pappsatt, doch die Dessertkarte ist verlockend. Also teilen wir uns einen Kaiserschmarrn mit Rosinen und Apfelmus. Dieser ist karamellisiert: außen knusprig, innen fluffig. Ein echtes Highlight !